1. Zu breit gebaut

Ein Beet, das du nicht bequem bis zur Mitte erreichst, wird schlecht gepflegt. Mehr als 120 Zentimeter Breite bei freistehenden Beeten und 80 Zentimeter an der Wand sind zu viel. Lieber zwei schmale Beete als ein tiefes, und zwischen ihnen mindestens 60 Zentimeter Weg, mit Schubkarre 80.

2. Falscher Standort

Gemüse braucht sechs Stunden Sonne, Kräuter und Salate kommen mit weniger aus. Ein Beet im Dauerschatten der Hecke frustriert, eines auf dem Südbalkon ohne Wasserplan vertrocknet. Beobachte den Platz einen Tag lang, bevor du baust, und plane die Wasserquelle mit: Kanne, Regentonne, Vorratssystem.

3. Ohne Wühlmausgitter und Drainage gestartet

Wer das Gitter vergisst, bekommt Wühlmäuse im Beet und kann es nur noch komplett leeren. Fehlt unten das grobe Material, staut sich Wasser, die Füllung fault statt zu verrotten. Beides kostet beim Bau zehn Minuten und spart im zweiten Jahr viel Ärger.

4. Das Falsche in den Schichten

Spanplatten, lackiertes Holz, kranke Pflanzenteile, Unkraut mit Samen und frischer Mist gehören nicht ins Beet. Dicke Lagen Nadelstreu oder Walnusslaub bremsen das Wachstum. Die Regel lautet: nur, was auch auf den Kompost dürfte, und von grob nach fein.

5. Falsche oder zu wenig Erde oben

Blumenerde für Balkonkästen ist zu leicht und zu nährstoffarm für Gemüse, reiner Kompost zu scharf. Oben gehören Hochbeeterde oder Gartenerde mit Kompost gemischt, und zwar so dick, wie die Pflanzen wurzeln: mindestens 20, für Tomaten und Kohl 30 Zentimeter. Wer die Erdmenge schätzt statt rechnet, steht meist mit halb leeren Säcken da.

6. Im ersten Jahr zusätzlich gedüngt

Eine frische Füllung ist voller Nährstoffe. Zusätzlicher Dünger führt zu Blattmasse ohne Frucht und zu hohen Nitratwerten im Salat. Setze im ersten Jahr Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini, Kohl und Kürbis, im zweiten Jahr Mittelzehrer, später Schwachzehrer wie Kräuter und Bohnen. Gedüngt wird erst, wenn die Pflanzen Mangel zeigen.

7. Zu dicht gepflanzt

Auf 120 mal 60 Zentimetern passen keine sechs Tomaten. Pflanzen, die sich bedrängen, bleiben klein, werden krank und bringen weniger als drei gut stehende. Halte die Abstände aus der Saatgutpackung ein und nutze die Höhe mit Rankhilfen, statt die Fläche vollzustopfen.

8. Falsch gegossen

Hochbeete trocknen schneller aus als Gartenboden, weil sie von allen Seiten Luft bekommen. Ein kurzer Schluck jeden Abend hält die Oberfläche feucht und die Wurzeln flach. Besser seltener und durchdringend gießen, morgens, an die Wurzel statt aufs Blatt, und mulchen. Für Urlaub und Hitze lohnt eine Vorratsbewässerung mit Ollas oder Tonkegeln.

9. Das Absacken ignoriert

Nach dem ersten Winter fehlen oft 10 bis 20 Zentimeter. Wer dann einfach weiterpflanzt, gärtnert in einer tiefen Kiste mit wenig Licht und schlechter Luft. Jedes Frühjahr Kompost und Erde nachfüllen, alle fünf bis sieben Jahre neu aufbauen.

10. Den Boden abgedichtet

Noppenfolie gehört an die Wände, nicht auf den Boden. Eine dichte Wanne staut Wasser, die unteren Schichten faulen und riechen. Auf Terrasse und Balkon braucht ein geschlossener Boden deshalb Ablauflöcher und darunter eine Drainage aus Blähton oder Kies.