Wann ist die beste Zeit?

Der Herbst ist ideal: Du baust und befüllst das Beet im Oktober oder November, über den Winter setzt sich die Füllung, und im Frühjahr füllst du nur noch auf und pflanzt. Laub und Grünschnitt für die Schichten sind im Herbst reichlich da. Wer im Frühjahr startet, baut im März oder April und rechnet mit stärkerem Absacken im ersten Sommer. Grundsätzlich geht es ganzjährig, solange der Boden nicht gefroren ist.

Wo soll das Beet stehen?

Sonnig, am besten sechs Stunden Sonne und mehr, für Salate und Kräuter genügt Halbschatten. Die lange Seite in Ost-West-Richtung, dann bekommen alle Reihen Licht und hohe Kulturen beschatten die niedrigen weniger. Windgeschützt, aber nicht direkt unter Bäumen, die Laub und Schatten liefern und mit ihren Wurzeln ans Wasser wollen. Nah am Wasser und am Haus: Ein Beet, das du von der Küche aus siehst, wird gepflegt.

Welcher Untergrund?

Auf Gartenboden bleibt das Beet unten offen, mit Wühlmausgitter. Rasen stichst du ab und legst die Soden umgedreht als Schicht ins Beet. Der Boden sollte eben sein und Wasser aufnehmen; an Stellen, wo nach Regen Pfützen stehen, braucht es eine Kiesschicht darunter. Auf Pflaster, Terrasse und Balkon kommt ein Beet mit Boden, Ablauflöchern und Drainage.

Größe und Bauart

Für den Einstieg reicht ein Beet mit 120 bis 200 Zentimetern Länge, 80 bis 120 Zentimetern Breite und 70 bis 90 Zentimetern Höhe. Breiter als 120 Zentimeter wird unpraktisch, niedriger als 50 Zentimeter verliert den Vorteil der Arbeitshöhe. Ob Holz, Metall oder Bausatz, ob gekauft oder selbst gebaut, hängt von Budget und Werkzeug ab; welche Bauform zu Balkon, Terrasse oder Garten passt, zeigt dir unsere Auswahlhilfe.

Befüllen: von grob nach fein

Unten Äste und Häckselgut, darüber Laub und Grünschnitt, dann Kompost, oben Pflanzerde. Jede Schicht 15 bis 30 Zentimeter, die Erde so dick, wie die Pflanzen wurzeln. Flache Beete bekommen nur Drainage und Erde. Die Menge an Erde rechnest du vorher mit den Innenmaßen aus, dann stehst du nicht mit halb leeren Säcken da.

Das erste Jahr: Starkzehrer zuerst

Eine frische Füllung ist voller Nährstoffe. Deshalb kommen im ersten Jahr Starkzehrer ins Beet: Tomaten, Zucchini, Kürbis, Kohl, Gurken, Paprika. Im zweiten Jahr folgen Mittelzehrer wie Möhren, Salat, Spinat und Mangold, ab dem dritten Jahr Schwachzehrer wie Kräuter, Bohnen und Erbsen. Was im ersten Jahr nicht hineingehört, sind Kräuter und Pflanzen, die magere Erde mögen; sie schießen ins Kraut. Düngen musst du im ersten Jahr nicht.

Die erste Saison planen

Setze wenige Kulturen, die du gern isst, und halte die Abstände ein. Ein Pflanzplan mit Frühjahrs-, Sommer- und Herbstkulturen holt aus einem kleinen Beet zwei bis drei Ernten. Gieße morgens und durchdringend, mulche die Oberfläche und notiere, was wo stand. So erkennst du im zweiten Jahr, welche Plätze sonnig, windig oder zu trocken sind.

Fehler, die du dir sparen kannst

Zu breit gebaut, schattiger Standort, kein Gitter, Boden abgedichtet, im ersten Jahr gedüngt, zu dicht gepflanzt. Jeder dieser Fehler kostet eine Saison. Unsere Liste der zehn häufigsten Hochbeet-Fehler zeigt sie samt Lösung.